Als Familienbetrieb haben wir es über 120 Jahre geschafft, mit eigenen Ideen und Fleiß eine bis heute sehr positive Firmengeschichte zu erleben. Als Kind bin ich noch im Stall mit unseren Arbeitspferden aufgewachsen, auf dem Feld als Selbstversorger. Von meinen Vorfahren habe ich viel über Landwirtschaft und Gartenbau gelernt.
Genaues Hinschauen und jahrelange Grundlagenforschung haben mir das Wissen gegeben, Produkte zu entwickeln, die Lücken in der modernen Landwirtschaft schließen, für gesunde, widerstandsfähige Kulturpflanzen. Daraus ist in über 50 Jahren eine Leidenschaft geworden.
Dieter Henzler
Wenn Arbeitspferde um die Wette traben
Unser Firmengründer Ernst Mack, Gartenbaumeister, ausgebildet an der Königlich Württembergischen Lehranstalt Hohenheim, war regelmäßig beim Pferderennen des Cannstatter Volksfests am Start, nicht mit Rennpferden, sondern mit den Pferden, die in seinem Betrieb arbeiteten. Für 1912 und 1913 lässt sich das in den Stuttgarter Zeitungen nachlesen: Sein Apfelschimmel „Moritz“ gewann in beiden Jahren.



So lief ein Renntag ab
- Der Rahmen. Die Rennen gehörten zum Cannstatter Volksfest. Am Sonntagnachmittag (1913: um 15 Uhr) ging es auf dem Exerzierplatz bei Cannstatt los, mit zwölf Läufen, im Wechsel Trabwagenfahren und Galopprennen.
- Wer mitfahren durfte. Beim Trabwagenfahren für Gebrauchspferde nur Pferde, die seit mindestens drei Monaten im Betrieb ihres Besitzers arbeiteten. Berufsfahrer waren ausgeschlossen. Am Start standen deshalb Kutscher, Wirte, Metzgermeister, Fuhrhalter und unser Firmengründer Ernst Mack.
- Die Strecke. Drei Bahnlängen, 2.718 Meter, im Trab vor dem Wagen.
- Der Ausgleich. Wer schon gewonnen hatte, musste weiter laufen: 15 Meter Zuschlag für je 50 Mark früheren Gewinn. „Moritz“, 1912 Sieger mit 300 Mark, startete 1913 deshalb bei 2.808 statt 2.718 Metern.
- Das Preisgeld. 650 Mark pro Lauf: 300 Mark für den Ersten, 200 für den Zweiten, 100 für den Dritten, 50 für den Vierten. Der Einsatz betrug 10 Mark; wer nicht platziert war, konnte ihn sofort nach dem Rennen zurückverlangen.
Ernst Macks Pferde in den Zeitungen
| Jahr | Lauf | Pferd | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 1912 | III. Trabwagenfahren, sieben Pferde | „Fritz“, brauner Wallach | 2. Platz, 200 Mark |
| 1912 | V. Trabwagenfahren, sechs Pferde | „Moritz“, Apfelschimmel | 1. Platz, 300 Mark |
| 1913 | III. Trabwagenfahren | „Fritz“ | 3. Platz, 100 Mark |
| 1913 | V. Trabwagenfahren, sechs Pferde | „Moritz“, zehn Jahre alt | 1. Platz, 300 Mark |
| 1913 | I. Trabwagenfahren | „Liesel“, Rappstute, 17 Jahre | am Start |
Aus den Zeitungen von damals
Gesunder Boden! Gesunde Pflanze! Gesunder Mensch!
Ernst Mack, unser Firmengründer und Gartenbaumeister
Mina Mack, geb. Zerweck, die Frau von Ernst Mack
Die Arbeitspferde Fuchs (links) und Liesel (rechts)
1912: Ergebnis des V. Trabwagenfahrens, „siegte der Apfelschimmel Moritz des Ernst Mack“ (Schwäbische Tagwacht, 30. September 1912)
1913: „Moritz“ wieder Sieger, 300 Mark (Amts- und Anzeigeblatt der Stadt Stuttgart, 1. Oktober 1913)
1913: Programm des Cannstatter Volksfests, Starterliste mit „Liesel“ (Ernst Mack)



